Gutes Wetter, gute Wurschtsemmeln – aber leider keine Punkte!
Mit gesenktem Kopf verließen die Spieler der Wilden 13 am Samstag trotz herrlicher Bedingungen den heimischen Rasen. Der Auftakt in die Aufstiegsrunde der Kreisliga ging zuhause gegen den FC Gerolfing mit 1:2 verloren.
Die Anfangsphase verlief zunächst ausgesprochen ereignisarm. Beide Mannschaften wirkten, als hätten sie sich stillschweigend darauf geeinigt, es erstmal gemütlich angehen zu lassen. Große Offensivlust? Fehlanzeige.
Und dennoch fiel ein Tor – allerdings nicht durch einen sehenswerten Angriff, sondern durch eine unglückliche Verkettung mehrerer Fehltritte der Wilden 13 in der eigenen Hälfte. Der letztlich entscheidende Querschläger von Altenerding landete rund zehn Meter vor dem Tor direkt auf dem Fuß eines Gerolfinger Stürmers. Der ließ sich nicht lange bitten, zog ab – und Timo Wegener konnte den Einschlag nicht mehr verhindern.
0:1!
Normalerweise geht nach einem Rückstand ein spürbarer Ruck durch eine Mannschaft. Bei der Wilden 13 stellte sich dieser allerdings erst gegen Ende der ersten Halbzeit ein. Bis dahin neutralisierten sich beide Teams überwiegend im Mittelfeld. Auch unsere Kreativabteilung konnte zunächst wenig Kapital daraus schlagen. Gefährlich wurde es eigentlich nur dann, wenn Unaufmerksamkeiten oder Fehlpässe den Gegner plötzlich in gute Position brachten.
Mit viel Geduld durften die Zuschauer schließlich doch den ersten vernünftigen Angriff der Wilden 13 bestaunen. Paul Schiwietz schnappte sich im Mittelfeld den Ball und schickte auf der linken Seite Noah Memed auf die Reise. Noah nutzte seine Geschwindigkeit, überlief gleich zwei Gegner, drang in den Strafraum ein und zog ab – leider segelte der Ball knapp rechts am Tor vorbei.
Auch der zweite gute Angriff – erneut über Noah Memed über links initiiert – brachte keinen Torerfolg. Somit ging die Wilde 13 mit einem 0:1 in die Halbzeitpause.
Die Anhänger der Wilden 13 nutzten diese wie gewohnt sinnvoll und versammelten sich fast geschlossen an unserem hervorragend bestückten Verkaufsstand. Wir Eltern sehnten den Punktspielstart ohnehin herbei – was gibt es schließlich Schöneres, als an einem Samstagvormittag bei frühlingshafter Sonne erquicklich zu ratschen und ganz nebenbei die vereinsinternen Kontakte zu pflegen?
Halbzeit zwei wurde angepfiffen – und offenbar hatten sich beide Mannschaften in der Pause einen kleinen „Attacke-Eid“ geschworen. Die Wilde 13 trat nun deutlich aggressiver und lauffreudiger auf. Emil Jackisch hätte sich für sein energisches Bedrängen des gegnerischen Torhüters beinahe selbst belohnt, als er beim Befreiungsschlag des Torhüters sein Bein dazwischen stellte. Der Ball prallte allerdings an die Latte – das Glück blieb zunächst weiterhin aus.
Und wie es im Fußball so oft ist: Fleiß wird irgendwann belohnt.
Altenerding erhielt vom ordentlich leitenden Schiedsrichter einen berechtigten Freistoß auf der linken Seite zugesprochen. Headcoach Rene Feuker forderte lautstark einen Rechtsfuß als Schützen – so steht es schließlich auch im Handbuch für erfolgreich agierende Mannschaften.
Doch unser Linksfuß Philipp Feuker hatte offenbar sein eigenes Kapitel in diesem Handbuch geschrieben und schnappte sich kurzerhand selbst die Kugel. Die Zuschauer waren gespannt. Philipp beobachtete das Geschehen im Strafraum genau und erkannte zweierlei: Erstens wurde Paul Schiwietz nicht besonders eng gedeckt, und zweitens suchte dieser bereits den Blickkontakt zu ihm.
Während alle mit einem direkten Schuss rechneten, spielte Philipp den Ball flach zu Paul. Dieser drehte sich in bester Schiwietz-Manier geschickt zum Ball, nahm ihn direkt mit links – und versenkte ihn im Tor.
1:1 – der Jubel groß!
Rene Feuker blieb auch nach dem Ausgleich seiner offensiven Linie treu und brachte unseren Stoßstürmer Tobi Felsner aufs Feld. Tobi sorgte sofort für ordentlich Wind da vorne, und die Rechnung schien aufzugehen. Altenerding war nun drückender, aggressiver und spielbestimmend.
Nur eines fehlte weiterhin: der Torerfolg.
Und so musste es kommen, wie es im Fußball leider schon unzählige Male gekommen ist. Gerolfing nutzte die wohl einzige Chance, die unsere Jungs erneut etwas leichtsinnig zuließen. Wieder waren es mehrere unglückliche Aktionen, die in der Summe dazu führten, dass ein Gerolfinger Stürmer plötzlich samt Ball auf Timo Wegener zulaufen konnte. Der Stürmer kam einen Tick früher an den Ball und spitzelte ihn noch an Timo vorbei.
1:2 – der Jubel war wieder groß. Nur leider bei der falschen Mannschaft.
Ernüchterung machte sich breit. Es folgten noch einige wütende Angriffe der Wilden 13. Die beste Chance auf den möglichen Ausgleich hatte Valentin Kugler. Er hätte durchaus die Möglichkeit gehabt, einen Elfmeter zu kreieren – doch fehlende Schlitzohrigkeit, ein zu ausgeprägter Fairnessgedanke oder vielleicht eine Mischung aus beidem führten dazu, dass Valentin diese Gelegenheit nicht ausnutzte.
Und so blieb es am Ende bei der 1:2-Niederlage für Altenerding.
Das Schöne am Fußball ist allerdings: Schon am kommenden Wochenende gibt es die nächste Chance, einen Sieg einzufahren.
Ärgerlich war diese unnötige Niederlage trotzdem. Zum Glück hatte vor kurzem unser interner Eventmanager Dieter Neumann Geburtstag. Eventmanager lagern meist ein Tragl Bier im Auto – wie schön, dass wir somit wenigstens noch auf seinen Geburtstag anstoßen konnten. Nächste Woche dann auf 3 Punkte.
Kopf hoch Jungs – Mia hoidn zam! ⚽

